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Ackermann: Knödel-Kollaps?

Von bs | 15.Januar 2009

Wie heute morgen bekannt wurde, musste der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, gestern abend infolge eines Kreislaufkollaps vorübergehend in einem Spital behandelt werden.
Nach Angaben eines Sprechers der Deutschen Bank sei Ackermann nach einem Empfang am Mittwochabend “offenbar vom Essen unwohl” geworden. Der Empfang aus Anlass des 1000-jährigen Jubiläums des nördlichen Knödels fand im neu gestalteten Bistro Quenelle des Berliner Adlon Hotels statt. Wie der Küchenchef des Quenelle mitteilte, sind bei dem Empfang ausschliesslich Knödelgerichte serviert worden. Die Geschichte des Knödels hat große Lücken.
Unbestätigten Gerüchten zufolge haben auch andere Besucher des Empfangs empfindlich auf die einseitige Kost reagiert. Ob ein Zusammenhang mit dem kürzlich bekannt gewordenen Fall von Knödelvergiftung in Freiburg besteht, ist noch unklar. Die Deutsche Telekom hat die Ermittlungen aufgenommen, Netzhorst wird weiter berichten.

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Koch vor Wechsel nach Erfurt?

Von al | 13.Januar 2009

Mainz / Wiesbaden.

Wechsel nach ErfurtSehr unbestätigten Angaben zufolge steht der hessische Ministerpräsident R. Koch vor einem Wechsel nach Erfurt. Wie Netzhorst aus präsidialen Kreisen erfahren haben möchte, hat Koch einen Geheimplan, der einen Wechsel ins benachbarte Thüringen vorsieht. Unklar ist bisher unter anderem, ob es sich um eine “Flucht nach Vorne” für den Fall einer Wahlniederlage bei der anstehenden hessischen Landtagswahl handelt, oder ob der Plan aus Frust über mangelndes Verständnis des hessischen Volkes für seine moderne,  klare, sicherheitsfokussierte Zukunftspolitik entstanden ist und auch im Fall eines Wahlsieges zur Umsetzung kommt. “Momentan herrscht in der Netzhorst-Redaktion große Verwirrung” ließ der führende und hervorragende, erst kürzlich aus dem Urlaub heimgekehrte Lokal- und Chefredakteur Wumme verlauten. Nachdenklich, aber entschlossen, stellte er fest, “dass das schon eine kuriose Eilmeldung ist, die jedoch Hand und Fuß haben kann. Thüringen grenzt, wenn ich die Karte richtig herum gelesen habe, an Hessen. Wenn ich sie falsch herum gelesen hätte, müßte das ebenso sein. Wenn der Herr Ministerpräsident nur eine Grenze zu überschreiten habe, böte sich das für eine Flucht an und könne in einer Nacht geschehen.”

Der politische Analyst Przembilsaw Ryzembil, östlich orientiert und Kenner der Materie, bestätigte, dass Wumme einen Riecher habe: “Kochs Wechsel täte Sinn ergeben. Ob Althaus [der amtierende Ministerpräsident, Anm. d Red.] weiter macht, ist unklar. Ob er sich überhaupt daran erinnert, dass er Ministerpräsident ist, ist fraglich. Die Wahl in Thüringen steht an und Herr Koch könnte den thüringischen CDU-Parteivorsitz übernehmen und als Spitzenkandidat antreten. Die nötige politische Erfahrung hat er. Thüringen hat eine hohe Arbeitslosenquote und Koch hat gezeigt, dass er solche wie andere Probleme brilliant aussitzen kann. Seine Debatten über kriminelle Jugendliche mit Migrationshintergrund würden dort vielleicht auf fruchtbarere Böden stoßen als in Hessen. Falls nicht, wäre es auch nicht schlimm, denn die Politikverdrossenheit ist hier so hoch wie in Hessen nach der Zwoachter Wahl. Man käme also miteinander klar. Und Ypsilanti oder TSG würden ihm bestimmt nicht folgen. Welcher ambitionierte SPD-Politiker möchte schon in ein Land wechseln, in dem seine Partei mit der Fünf-Prozent-Hürde kämpft. Nein, scheint alles tatsächlich schlüssig. Schließlich ist Hessen dicht dran und so hätte er einen herrlichen Ausblick auf die blühenden, sicheren Landschaften, die er dort geschaffen hat.”

Die überraschte Netzhorst wird an diesem Thema dranbleiben und berichten, falls sich Interessantes ergibt.

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Schmuggler festgesetzt!

Von btr | 8.Januar 2009

in Genf sichergestellter MeisenknödelOffensichtlich ist der deutschen Polizei ein dicker Fisch ins Netz gegangen: bestätigten Angaben zufolge wies sich ein einundvierzigjähriger, stämmiger Mann am späten Mittwochabend unter enormen Bauchschmerzen in das Freiburger Uniklinikum ein. Nach eingehender ärztlicher Untersuchung wurden medikamentelle Abführversuche eingeleitet, an deren Ende die Mediziner nicht schlecht staunten: der Mann führte Meisenknödel ab. Ein geistesgegenwärtiger Zivildienstleistender bemerkte sogleich, dass dort “etwas nicht stimmte” und eskalierte die Situation über den Diensthabenden, hin zum Ober- und schließlich zum Chefarzt. Dessen Sekretärin alarmierte sofort die örtliche Polizei. Die abgeführte Ware wurde an Ort und Stelle sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft lies noch am Abend verlauten, dass es sich bei dem Knödelgut vermutlich um Schmugglerware handele. Der die Ermittlungen leitende Staatsanwalt bestätigte ferner, dass es sich um eben jene am Neujahrstag in Genf entwendeten Knödel handeln könne. Man werde, wenn nötig, eine Sonderkommission bilden und auch sonst alles Erdenkliche tun. Die Knödel würden nun erst einmal geschmacklich mit in Genf verbliebenen und ungeknabberten Restknödeln verglichen um ihren Ursprung zu verifizieren. Der vermeintliche Knödelschmuggler und -dieb ist gegen Auflagen in die Freiheit entlassen worden.

Der international anerkannte Klangexperte H.Kuczynski zeigte Mitleid und Bewunderung: “Armer Schlucker. Das war eine selbstlose Tat. Dieser Winter ist kalt und die deutsche Meise hungrig.”

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Volkswaschmittel - Deutsche zu dreckig?

Von bs | 5.Januar 2009

Wie Netzhorst aus gewöhnlich gut informierten Kreisen erfuhr, steht nach dem grossen Erfolg der von BILD und Quelle vertriebenen Volkswaschmaschine die Markteinführung eines Volkswaschmittels unmittelbar bevor. Das Mittel bietet ehrliche Leistung für wenig Geld, arbeitet extrem fasertief und passt zu jeder modernen Hausfrau. Durch die äusserst geometrischen Nano-Perls arbeitet das Volkswaschmittel auch im Kaltwasch- und Vorwäschebereich zuverlässig. Im Vergleich zu herkömmlichen Waschmitteln wird eine deutlich profanere Visualität auch bei ärgsten Fasern erzielt. Das Mittel soll rechtzeitig zum Ostergeschäft im Handel sein.

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Der Uno-Sicherheitsrat ist ratlos

Von bs | 4.Januar 2009

New York / Zürich.
Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, ist der Uno-Sicherheitsrat angesichts der israelischen Offensive im Gazastreifen ratlos. Netzhorst erfuhr auf Anfrage, dass diese Situation für grosse Verwirrung bei den beiden Beisitzern sorgt. Zuletzt sei solche Ratlosigkeit im Staatsrat der DDR unter Honecker zu Tage getreten, meinen etliche Beobachter. Unterdessen kam bei den Ratsmitgliedern verständlicherweise Sorge um ihre Arbeitsplätze auf. Ein ratloser Rat könne Diskussionen um eine ratlose UN Vorschub leisten, wird befürchtet. “Gerade die nicht-ständigen Mitglieder könnten dann ganz schnell auf der Strasse stehen”, sagte ein ugandischer Hausmeister der NH.

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Meisenknödel geklaut

Von al | 2.Januar 2009

Auch am Neujahrstag sind Meisenknödel abhanden gekommen. Laut der neuen NH vorliegenden Meldungen sind in Genf Meisenknödel im großen Stile flüchtig gegangen. Die Deutsche Vogelschutz berichtet einheitlich von “in großem Stile abhanden gekommenen Meisenknödeln” in der französischen Schweiz. “Was hier geklaut wird, paßt auf keinen Bierdeckel” wird ein Schweizer Meisenkenner zitiert. Meisenknödel sind ein auf die Vogelart Meise zugeschnittenes Futterarsenal. Sie sind für die Fütterung oder Zufütterung von Meisen gedachte Futterinseln. Die neue NH unterhält in Genf ein Büro, dessen Mitarbeiter sich durch große Tierliebe auszeichnen.

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Wenn der Schnee kommt…

Von al | 2.Januar 2009

Agniekbolla Lodzskowa im Gespräch mit dem Herrn Stahl -unplugged, wie man sagt.

AL: Herr Stahl, man redet von neuer nh und einem erneutem planschen. Die nh sei wieder, wo sie hingehöre. Wo steht sie?

BS: Im Moment ist es ziemlich kalt, die Temparaturen liegen um den Gefrierpunkt. Aber spätestens im Mai werden wir das Planschbecken wieder hervorholen. Nichts weiter.

AL: Frau W.. Aus unerfindlichen Gründen möchten Sie anonym bleiben. Kennen Sie Rolf Lohmerland?

LW: Ich wollte wissen, ob er mit Jim Knopf verwandt ist?

AL: Das war am Thema vorbei.

LW: Ich bitte Sie.

AL: Gut, das lassen wir so stehen. Fräulein M., sie schulden einen Kommentar zum Kommentar.

IM: Bei Gelegenheit, ich habe meine Stimme verloren. (heiser, nickt).

AL: Herr Stahl, wir versuchen es wieder mit einem Dialog. Fokko beschuldigt Sie, das Geschäft säumig behandelt zu haben.

BS: (trinkt)

AL: Herr Stahl, zurück zur Frage.

BS: Ich habe mich nie derartig verhalten. Um mich klar auszudrücken: wir haben die Holländer ‘54 zwei zu eins geschlagen. Das ist nicht lustig, sondern deutsch. Wir sollten uns nicht bemühen, jetzt etwas zu schaffen. Und ich denke, dass es weitaus zielführender ist, die Schaffensperiode zu vertagen. Das haben wir immer so gemacht und wer heute etwas anderes behauptet, ist dort, wo ich nie hin wollte.  Überhaupt, wenn, dann jetzt. Warum? Die Dinge liegen heute klarer als früher.

AL: Das scheint mir fraglich.

BS: Entschuldigen Sie, unfreundlich möchte ich nicht werden. Wir reden hier nicht über Generationen. Das ist doch alles das alte Lied: die einen machen eine Generationsfrage draus, die anderen lassen es wie es ist. Wir leben gut.

AL: Wo wir das “Leben” streifen: können Sie sich ein Leben ohne nh vorstellen?

BS: Hatte ich alles. Muß aber nicht. Und das möchte ich hier klarstellen. Es geht uns um einen Neubeginn. Wir möchten keine alten Eisen einschmelzen, sondern noch mal so richtig einsteigen, ins Geschäft. Uns geht es nicht um Neujahrsreden, schlechte, alte Kapitel, neuverwerteten Kontent, kaputte Italiener oder geschlagene Holländer. Es geht uns um den Kern der Dinge: ein Herr Stern hatte einmal von einem “perpetuum netzhorst” gesprochen. Dort möchten wir hin. Wir wollen mehr. Und zwar jetzt. Wir sind gaanz dicht dran.

AL: Soll ich diese Worte so stehen lassen?

BS: Nein. Keineswegs.

AL: Herr Stahl, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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Bruchstücke eines Konzeptes

Von al | 1.Januar 2009

Agniekbolla Lodzskowa im Gespräch mit den Netzhorst-Vorstandsmitgliedern Sebastian Händschke und Christoph W. Stern.

AL:  Herr Händschke, Herr Stern. Sie haben sich freundlicherweise bereit erklärt, einige Sätze zum Konzept, zur Intention von Netzhorst zu sagen.

SH:  Es gibt viele Nappel und Deppen auf dieser Welt, auch zahlreiche Supermarktkassierer, Vorstandsetagenmitglieder, Briefmarkensammler und fragwürdige Schmierenreporter.

AL:  Bitte wie meinen?

SH:  Wir sind Netzhorst - Singular und Plural …

CWS:  Wir waren es teilweise schon immer!

SH:  …und wir werden es bleiben. In einer immer schneller sich drehenden Welt mit e-Commerce und m-Commerce und Klimbim werden wir unseren Namen mit aller uns zur Verfügung stehenden Intelligenz gegen jeden Versuch der Imitation verteidigen.

CWS:  Die Worte “Nappel” und “Deppen” wünsche ich ersetzt durch “Warmduscher” und “Beimdruckenzuschauer”. Oder sonstigen Schwachsinn.

SH:  (nickt zustimmend).

CWS:  Gegen die Imitate sollten wir uns mit einer virtuellen Sprinkleranlage verteidigen und abgrenzen. Diese sollte in regelmässigen Abständen, aber nicht zu oft, betätigt werden. Auf diese Weise bekämen wir Traffic wie die Seelöwen im zoologischen Garten von Berlin (und auch an anderen Orten) zur vorher per Rundbrief bekannten Fütterungszeit.

SH:  Jetzt im Ernst.

CWS:  Na gut.

SH:  Wir haben ein Konzept, selbst wenn dies keiner merken sollte. Wir stehen dazu, und wir möchten darauf aufmerksam machen, daß wir einer ständigen Wandlung unterworfen sind.

CWS:  Den Passus “selbst wenn dies keiner merken sollte” wünsche ich gelöscht. Wenn niemand etwas merkt, ist das vollkommen irrelevant.

SH:  Netzhorst ist Produkt seiner Zeit und damit ziemlich schnell verderblich. Vielleicht gibt es uns morgen nicht mehr, oder wir sehen ganz aus. Verlassen Sie sich also nicht auf uns.

CWS:  Eigentlich wünsche ich mir “perpetuum netzhorst”, er sollte auf keinen Fall verderblich sein. Desweiteren sollte Netzhorst genauso verlässlich für unsere Fangemeinde sein wie die New York Times für Gesine Cresspahl in Uwe Johnsons “Jahrestage”.

SH:  Netzhorst entspringt einer Idee weniger …

CWS:  (spreizt fünf Finger in die Luft)

SH:  Netzhorst ist offen für viele, das heißt, einer jeder kann teilnehmen, sofern er die Bonitätsprüfung durch den Vorstand, die Redaktion, besteht.

AL:  Formloser Antrag genügt?

SH:  Die Besetzung der Posten “Personal” und “Marketing” hat uns ziemlich lange beschäftigt.

CWS:  Personal und Marketing sollten sich niemals ausschließen, vielmehr eng zusammenarbeiten. Dennoch halte ich eine Trennung hier für sinnvoll. Begründung: Die Marketingabteilung steht in dringendem Verdacht, den Etat der Personalabteilung in Speiseeis investiert zu haben. Darum.

SH:  Wir schliessen ausschließlich befristetete Arbeitsverträge ab.

CWS:  In diesem und anderen Zusammenhängen fordere ich eine Frauenquote, welche noch der Berechnung durch den Vorstand bedarf.

SH:  Wir übernehmen keinerlei Haftung für bei uns veröffentlichte Artikel. Sie müssen zudem nicht der Meinung des Vorstandes entprechen.

AL:  Anfragen an den Vorstand…

CWS:  … dürfen gestellt werden. Ein entsprechendes Formblatt rufen Sie bitte in Tee-Online ab. Dort finden Sie auch Erfrischungen. Der Verstand (des Vorstandes) geruht, Ihre Anfrage asap zu beantworten, in gewohnter und dezidierter Netzhorst-Qualität.

SH:  Wir behalten uns alle Rechte an veröffentlichten Texten, Bildern, akustischen Werken…

CWS:  … und sonstigen dem Betrieb der Anlage dienlichen Sachen, sofern diese zwischen 22 und 6 Uhr nachweislich in einem gemeinschaftlich bewirtschaftetetn Fahradkeller oder einem anderen allseits umfriedeten Bezirk verwahrt werden…

SH:  vor.

AL:  Die Farbe von Netzhorst ist blau?

CWS:  Wir verfolgen keine kommerziellen Ziele. Was wir unternehmen, unternehmen wir um unseres Amusements willen.

SH: : Eingeschickte Anbringsel…

CWS:  … Mitbringsel, Anhängsel und Groupies …

SH:  … sind immer willkommen, jedoch behalten wir uns eine Veröffentlichung vor, sowie das Recht, Kürzungen wie auch Rückfragen zu tätigen.

AL:  Meine Herren…

SH: Darf ich Ihnen noch etwas zur Stärkung anbieten? Vielleicht eine heiße Schoko?

AL:  Vielen Dank, aber ich lehne die Verwendung von Mikrowellen aus moralischen Gründen ab.

CWS: Ich habe es noch einfach gehabt mit der Verdeutlichung meiner Beiträge, habe sie einfach verfettet, mein Kürzel angehängt und in spitze Klammern gesetzt. Sebastian täte schon RTF-Format benötigen…

AL:  Vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Agniekbolla Lodzskowa.

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Beispiellose Übermangelung

Von al | 1.Januar 2009

Agniekbolla Lodzskowa im Interview mit B. Runkel, Denker und Vorstandsmitglied von netzhorst.de

AL: Herr Runkel, seit kurzer Zeit steht eine provisorische Präsenz Ihrer - sollen wir sagen, Unternehmung? - im Internet. Die Öffentlichkeit ist sich weder im klaren darüber, wer dort präsentiert, noch warum. Können sie Abhilfe schaffen?

BTR: Abgesehen davon, dass ich nicht genau weiß, wer denn “die Öffentlichkeit” ist, wissen wir auch nicht so genau, was wir präsentieren. Wir, das sind zwei oder sieben, die ausgezogen sind, Glück zu machen. Wir sind aufgebrochen zu neuen Ufern, und ich muss sagen: Wir sind gute, ausdauernde Schwimmer. Was uns vereint, ist eine Denkweise, die ich als aktiv und reibungslos, somit abweichend von der gemeinen, bezeichnen möchte. Wir haben ein Forum geschaffen, eines, das bisher einmalig ist, und das Andersdenkenden all das bietet, was sie so lange vermißt haben:
Inspiration, forale Integration und Kommunikation, Tätigkeiten und Notizen und auch mehr.

AL: Würden sie von Selbstverwirklichung sprechen?

BTR: Sie nehmen mir dieses süße und gewichtige Wort von der trockenen Zunge…

AL: …nehmen Sie doch einen Schluck Wasser!

BTR: Danke, recht haben Sie! (trinkt)

AL: Wie und wann ist die Idee zu Netzhorst entstanden?

BTR: Die Entstehung läßt sich schlecht zurückdatieren, und zu den Umständen kann und möchte ich mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht äußern. Lassen sie es mich so sagen: Wir arbeiten schon seit einigen Jahren daran, und die Umstände waren nicht die einfachsten.

AL: Sie haben einige hochkarätige Spezialisten gewonnen, wenn ich mir die Liste Ihrer Mitarbeiter so anschaue. Sie scheinen Größeres vorzuhaben?

BTR: Gewiß, wenn ich mir einen Kuczynski an Bord hole, möchte ich nicht irgendwelchen drittklassigen Seifenopern konkurrieren. Wir planen und machen Kunst im großen Stile, und was Kuczynski betrifft, so bieten wir ihm die Möglichkeit, sich frei zu entfalten. Dies ist sein Lebenswerk.

AL: Und was ist mit dem Disput mit Victor U. Rasnyolek?

BTR: Natürlich hat uns diese Sache zurückgeworfen, doch dies sind die Diskussionen, die wir heute mehr brauchen denn je. Ich persönlich plädiere für den politischen Künstler. Wissen sie, ich habe häufig das Gefühl, die Mehrheit der Künstler in westlichen Gesellschaften ist heute satt. Die beißen nicht mehr. Der letzte, den ich angelegentlich in den Medien provozieren höre, ist Günther Grass. Vielleicht noch Walser. Ist das alles?

AL: Kritiker sagen, Netzhorst sei zu sehr auf Kuczynski konzentriert, mit ihm steige und falle das gesamte Projekt. Nach Rasnyoleks Kommentar soll Kuczynski sich in seiner Laube in Wanne-Eickel exzessiv betrunken haben. Sind sensible Künstler wie er nicht gefährlich für die abhängige Netzhorst?

BTR: Netzhorst basiert zwar auf starken Persönlichkeiten, doch wir haben nicht nur Kuczynski. Wumme ist ein ausgesprochener Fachmann auf seinem Gebiet. Er leistet hervorragende Arbeit und wir planen mit ihm. Und mal im Ernst: die Herren sind Künstler, die trinken halt mal.

AL: Stichwort Mumpy.

BTR: Mumpy’s Verlust war schwer zu verkraften. Wumme ist hart im Nehmen und ein brillianter PR-Mann, doch die Geschichte hat sehr an ihm genagt. Er ist auch nur ein Mensch. Ich möchte von Schicksal sprechen.

AL: Die Netzhorst, sagten sie einmal, wolle “unglaubliche Marktanteile” gewinnen. Wie wollen sie das machen?

BTR: Auch im Marketing haben wir tüchtige Mitarbeiter geworben. Herr Haendschke, so hoffe ich, läßt die Gedanken schweifen und ist hochmotiviert, während Herr Holtschneider bereits Kampagnen größeren Stils durchplant und zu Papier gebracht hat. Auch die Finanzierung dieser Kampagnen steht schon…

AL: …gegenfinanziert durch Aktientausch?

BTR: Nein, wir haben eine gefüllte Kriegskasse. Spenden nehmen wir trotzdem gerne.

AL: Zu den Marktanteilen zurück…

BTR: …äähh, ja. Wir werden im kommenden Quartal einen beispiellosen Übermangelungsprozess des Marktes durch die Netzhorst sehen. Bereits jetzt besitzen wir einen zweistelligen Marktanteil und wir werden den Markt verschlingen, wie W. eine Dose Würstchen.

AL: Bitte?

BTR: Insider!

AL: Ist Netzhorst ein Theater?

BTR: Ich denke, dann würde es Theater heißen. Netztheater ist ein Begriff, den ich schon jetzt in die Runde werfen möchte, der aber noch nicht reif ist.

AL: Planen Sie Fusionen?

BTR: Zu diesem Zeitpunkt können wir uns hierzu nicht en detail äußsern. Sicherlich werden wir den ein oder anderen Konkurrenten schlucken, doch den großen Wachstumsschub werden wir aus eigener Kraft erhalten. Ich könnte mir vorstellen, später Lieferanten hinzuzukaufen. Wir sind Trendsetter und werden den Trend wieder in Richtung Insourcing korrigieren.

AL: Woran denken sie?

BTR: Wie bereits gesagt, en detail werde ich hier nichts auf den Tisch legen. Nehmen sie Marken wie Zweckform. Wir haben einen enormen Bedarf an Etiketten, und warum nicht gleich kaufen, den Laden. Wer mietet denn heute noch eine Wohnung. - Kaufen, fürs Alter vorsorgen.
Britta Wasserfilter würde ich auch gerne übernehmen. Wir trinken alle gerne Tee, zubereitet mit gutem Wasser.

AL: Wie verbringen sie ihre Freizeit?

BTR: Topfschlagen mache ich ganz gerne, aber auch andere Sachen.

AL: Herr Runkel, wir danken ihnen für dieses Gespräch.

BTR: Nichts zu danken, sie zahlen schließlich.

Das Gespräch führte Agniekbolla Lodzskowa.

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Rechtsruck geht durch die Redaktion

Von al | 1.Januar 2009

netzhorst.de - Meldung

Führende Mitglieder der netzhorst.de bestätigten, daß am vergangenen Freitag gegen 18:00 Uhr/MEZ ein Rechtsruck durch die Redaktionsräume der netzhorst in Mainz ging. Augenzeugen berichteteten, daß jener Ruck “hinten links im Raum” begann und sich langsam aber bedrohlich nach “vorne rechts” zog. Einige Mitarbeiter seien beunruhigt gewesen, aber nach ca. 15 Minuten habe man die Arbeit wieder aufnehmen können, erklärte der zuständige, provisorische Bereichsleiter für “security and facility management”, Herr G. gegenüber Reportern. Ein reiner “Querruck” von links nach rechts wäre um einiges schlimmer gewesen. Es habe zu keiner Zeit Gefahr für die Anwesenden bestanden. Was den Ruck auslöste, ist bislang ungeklärt. Man wolle den Vorgang intern aufklären, so G.. Der für die netzhorst arbeitende internationale Klangspezialist H.Kuczynski nahm den Vorfall ungeahnt gelassen hin: “Möbel werden grundsätzlich gehoben, nicht geschoben!”

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